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1. Bamberger Gleitschirmclub

 

Ralf Eichesldörfer hat uns einen Bericht über seinen Walk&Fly-Flug vom Schneefernerkopf einem Nebengipfel der Zugspitze zur Verfügung gestellt.

Super! Hier sein Bericht

Am Samstag den 27.7.2013 bin ich von Erwald über die Wiener Neustädter Hütte, Stopselklettersteig auf die Zugspitze gegangen. Genau gesagt auf den Sattel, dann runter aufs Platt, wieder hoch zum Schneefernerkopf. Von dort bin ich gestartet und in Erwald gelandet. Insg. hab ich meine Ausrüstung 1800Hm hochgeschleppt, mit 3l Wasser an Bord bin ich so auf 20kg gekommen. Der Flug war aufgrund des herannahenden Gewitters auf 40min. begrenzt und beim Aufstieg zur Talstation (nach der Landung) noch nass geworden...

Der Flug im dhvxc

Hier die entsprechenden Bilder:

einen ausführlichen Bericht und Infos zu weiteren Unternehmungen von Ralf findet ihr mit einem Klick auf weiterlesen

 

 

Ein ehemaliger Arbeitskollege ist am gleichen Tag die gleiche Tour gegangen, nur früher. Hier sein dramaturgisch aufgearbeiteter Bericht:

...Gegen vier Uhr fuhren Ferdi, Frank und ich in Sindelsdorf los, so dass wir gegen kurz vor fünf an der Talstation der Ehrwalder Zugspitzbahn losmarschierten. Es dämmerte bereits als wir in den Skipisten die ersten Höhenmeter machten. Der Steig führte nach den Pisten steil in das riesige Gamskar empor, wo Ferdi umkehren musste, da er massives Kopfweh hatte und dazu noch von Übelkeit geplagt wurde. Schade, aber besser so bevor es ihm noch schlechter geht. So marschierte ich gnadenlos mit Frank weiter, den teils abgerutschten bröseligen Pfad hinauf, an der großen Seilbahnstütze vorbei und an den Drahtseilsicherungen entlang die Wiener Neustädter Hütte zu erreichen, somit waren die ersten 1000 Höhenmeter erledigt. Pause brauchten wir keine und so packten wir gleich den Klettersteig an, zu dessen Beginn gleich der berüchtigte Stopselzieher auf uns wartete. Eine Kaminartige Verschneidung die durch kurze Tunnels erklettert wird. Das Ganze aber selbst mit den Gleitschirmen kein Problem, im Gegenteil wir machten jede Menge Fotos und hatten einen Mordsspaß. Im oberen Teil wurde es eher brüchig und die Bausünden rund um die Zugspitze kamen näher, so dass wir auf über 2800m den Grat erreichten. Das Panorama erschlägt einem förmlich, die Sonne knallte uns dabei voll ins Gesicht und die heuer großen Schneereste des dahin gehenden Schneeferners garnieren das Bild noch mit einem alpinen Touch. Während die meisten zur Zugspitze pilgern hieß es für uns erst einmal Abstieg und dann gleich ganz hinab bis zum Sonnalpin, da der Querweg übers Schneefernerhaus gesperrt war. Super, so wurden aus den geplanten 1600 gleich mal 1900 Höhenmeter. Nach einer Schotterreißenabfahrt marschierten wir an der Lifttrasse des nördlichen Schneeferners hinauf. Der Schnee trug ganz passabel und so hatten wir bald die Grathöhe mit fantastischem Tiefblick nach Ehrwald wieder erreicht. Hier warteten wir auf Diana, die währenddessen mit der Bahn über die Zugspitze herauf und dann runter zum Sonnalpin gefahren ist. Es dauerte nicht lange und wir sahen einen großen Packsack die Schneefelder herauf marschieren. Kurz darauf war Diana bei uns und wir gingen den letzten Klettersteig auf den Schneefernerkopf an, der immer luftig an der Kante entlang hinauf führt. Noch eine kurze Leiter und wir standen am ehemaligen Lifthäusl unmittelbar vorm Gipfelkreuz. Dahinter blickten wir zum ersten Mal in die Neue Welt, was für ein Tiefblick und was für ein irrer Startplatz. Der Wind kam verdächtig stark aus Süden, sollte der für Sonntag prognostizierte Föhn schon früher da sein? Wir stiegen wenige Meter zu dem seit Tagen anvisierten, großen Schneefeld ab. Für mich gab‘s keine Zweifel und ich legte zuversichtlich aus. Diana und Frank dagegen waren sich nicht sicher, denn der Wind kam unregelmäßig mit teils heftigen Böen rein. Ich dachte mir aber da die Windrichtung stimmte, Thermik noch nicht vorhanden war, dürfte es außer ein paar Hebern nichts schlimmes geben, nur mit dem auslegen haperte es ein bisschen mehr, denn kaum lag der Schirm mal richtig schon verwurschtelte es ihn mit einer Böe. So arbeitete ich eine ganze Weile, beobachtete dabei intensiv die Entwicklung und nutzte eine schwache Phase aus, hängte mich flott ein, ein letzter Kontrollblick und auf, dann hieß es rechts unterlaufen und ab…….der Rest nur ein Flug fürs Leben, für die Erinnerung. Das abheben und urplötzlich der Tiefblick in weit über 1000m hohe Felswände einfach nur überwältigend. Dabei instinktiv an den Steuerleinen gehangen um sofort eingreifen zu können, denn eine Störung in der neuen Welt wäre brandgefährlich. Links Felswände, rechts die Abbruchkante und darunter das steile Schotterfeld, erst wenn der freie Raum über Ehrwald erreicht ist kann man sich sicher sein. Danach war es Zeit zu filmen und zu fotografieren, welch ein Erlebnis, erst im Talbereich ab 1500m wurde es wieder unruhig und der Wind kam über den Fernpass voll aus Süden und wieder mit Böen. Glücklicherweise ist der Ehrwalder Talbereich eine einzige Landezone und es gab jede Menge abgemähte Bereiche. Kaum mehr vorwärts fliegend, mit etlichen Hebern ruckelte ich mich dann hinab und war so endlos glücklich und zufrieden über diese Tour dass ich es gar nicht beschreiben kann. Nachdem ich Funkkontakt zu Diana hatte teilte sie mir leider mit das es für sie und Frank zu heftig ist und beide den Böen nicht trauen und lieber nicht starten wollen und mit der Bahn runter fahren würden. Schade, denn es ist ein unglaubliches Flugerlebnis, aber es ist beim Gleitschirmfliegen vollkommen richtig, wer sich nicht sicher und wohl fühlt soll auf einen Start verzichten. Ich packte zusammen und traf mich mit meinem Schwiegervater auf einem Landeradler. Währenddessen konnte es Frank nicht lassen einen Irrsinnsalternativacroflug am Schneeferner zu wagen. Mit Glück und Können würgte er sich zwischen den Seilbahnsträngen am Sonnalpin sicher zum Boden hinab, naja Diana hat sich königlich amüsiert! Wenig später trafen wir uns alle wieder gesund und munter an Der Talstation, wo wenig später das zweite Getränk, diesmal ein Landespezi folgte. Das geniale Video folgt so bald wie möglich, ist schon beim laden!

Ansonsten kann ich noch unseren Erstflug vom Plattjochkreuz/Tannheimer Berge berichten:
https://www.youtube.com/watch?v=0TWASigIGaI
https://www.dropbox.com/sh/073o90v6vbytxlv/YCNZGz8HXT/Erstflug

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